1. Preis beim deutschen Lesepreis für unsere Kita!

1. Preis beim deut­schen Le­se­preis für un­se­re Ki­ta!

Die Stiftung Le­sen und die Com­merz­bank-Stif­tung ha­ben am 22.11.2018 im Ber­li­ner Hum­boldt Car­ré den Deut­schen Le­se­preis an 16 Per­so­nen und Ein­rich­tun­gen ver­ge­ben, wel­che sich nach­hal­tig für die Le­se­för­de­rung ein­set­zen. Für „Her­aus­ra­gen­de Sprach- und Le­se­för­de­rung in Ki­tas“ ver­lieh Ste­fan Spie­ker, Ge­schäfts­füh­rer der FRÖBEL e.V. un­se­rer Ein­rich­tung den ers­ten Preis. Un­se­re Do­ku­men­ta­ti­on „Platz zum Le­sen? Über­all! Groß wer­den mit Bü­chern in un­se­rer Ki­ta“ be­schreibt de­tail­liert die Le­se­för­de­rung für Kin­der und Fa­mi­li­en in der Ki­ta. In der Lau­da­tio hob Spie­ker fol­gen­de As­pek­te be­son­ders her­vor: Bil­der­bü­cher ste­hen im Zen­trum der Ar­beit und wer­den zu viel­fäl­ti­gen An­läs­sen, vor al­lem aber in der täg­li­chen päd­ago­gi­schen Ar­beit mit an­de­ren Bil­dungs­be­rei­chen wie Na­tur­wis­sen­schaf­ten, Kon­stru­ie­ren, Be­we­gung, Mu­sik oder Kunst ver­knüpft. Es ge­lingt der Ki­ta in vor­bild­haf­ter Wei­se, vie­le Kin­der und Fa­mi­li­en für das Le­sen zu be­geis­tern. Zu­sätz­lich legt die Ki­ta schon vie­le Jah­re den Fo­kus auf die ge­mein­sa­me Ar­beit mit Fa­mi­li­en, da­mit das täg­li­che En­ga­ge­ment auch im fa­mi­liä­ren Um­feld wei­ter­ge­tra­gen wer­den kann. Durch die Schu­lung der päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te und der eh­ren­amt­lich Vor­le­sen­den im So­zi­al­raum der Ki­ta wird ei­ne Nach­hal­tig­keit der Ar­beit ge­si­chert.

In­for­ma­tio­nen zur Le­se­för­de­rung in un­se­rer Ki­ta un­ter Kompetenzen/Medienpädagogik

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum deut­schen Le­se­preis fin­den Sie hier.

Die Stif­tung Le­sen und die Com­merz­bank-Stif­tung ha­ben am 22.11.2018 im Ber­li­ner Hum­boldt Car­ré den Deut­schen Le­se­preis an 16 Per­so­nen und Ein­rich­tun­gen ver­lie­hen, wel­che sich nach­hal­tig für die Le­se­för­de­rung ein­set­zen. Zu­sätz­lich ver­lieh die Com­merz­bank-Stif­tung zum ers­ten Mal den Son­der­preis für pro­mi­nen­tes En­ga­ge­ment an ei­ne Per­son des öf­fent­li­chen Le­bens. Un­ter­stützt wur­den die In­itia­to­ren von FRÖBEL e.V., der PwC-Stif­tung Ju­gend – Bil­dung – Kul­tur, der Ar­nulf Bet­zold GmbH, der Fach­ge­mein­schaft buch.netz im Bun­des­ver­band E-Com­mer­ce und Ver­sand­buch­han­del e.V., der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stif­tung Kin­der för­dern – Zu­kunft stif­ten.

Schirm­her­rin Prof. Mo­ni­ka Grüt­ters, Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Me­di­en, lob­te das En­ga­ge­ment der Preis­trä­ger:“ Je­de Idee, wie wir jun­ge Men­schen fürs Le­sen be­geis­tern kön­nen, ist will­kom­men und wich­tig. Ob im länd­li­chen oder ur­ba­nen Raum, für Fa­mi­li­en oder Schul­klas­sen, ge­druckt oder di­gi­tal: die Mehr­stim­mig­keit der heu­te aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jek­te zeigt, wie ab­wechs­lungs­reich die Le­se­för­de­rung hier­zu­lan­de ist. Die­se Viel­falt ist der rich­ti­ge Weg, um Neu­gier ei­nes je­den Kin­des auf Ge­schich­ten und auch für Li­te­ra­tur zu we­cken – ganz gleich, wo es her­kommt und was es be­reits kann.

Auf der Fest­ver­an­stal­tung mit rund 240 ge­la­de­nen Gäs­ten aus Bil­dung, Wirt­schaft, Po­li­tik und Kul­tur im Ber­li­ner Hum­bold Car­ré  be­ton­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Stif­tung Le­sen Dr. Jörg F. Maas : „Le­sen ist der Schlüs­sel zur Chan­cen­ge­rech­tig­keit und er­folg­rei­chen Bil­dungs­bio­gra­phi­en. Die Wei­chen da­für wer­den in der Kind­heit ge­stellt. Kin­dern, die gut und ger­ne le­sen, fällt das Ler­nen und Kon­zen­trie­ren oft leich­ter als ih­re Al­ters­ge­nos­sen mit ge­rin­gen Le­se­kennt­nis­sen. Ich gra­tu­lie­re und dan­ke den Preis­trä­gern des deut­schen Le­se­prei­ses für ih­re vor­bild­haf­ten Pro­jek­te. Sie zei­gen neue We­ge auf, um jun­ge Men­schen für das Le­sen zu ge­win­nen. Sehr zur Nach­ah­mung emp­foh­len.“

As­trid Kieß­ling-Taşkın, Vor­stand der Com­merz­bank-Stif­tung, be­tont: „Le­sen för­dert Krea­ti­vi­tät und er­laubt uns den be­rühm­ten Blick über den Tel­ler­rand. Aber im­mer noch sind 7,5 Mil­lio­nen Er­wach­se­ne in Deutsch­land funk­tio­na­le An­alpha­be­ten. Hier darf das En­ga­ge­ment nicht nach­las­sen. Mit pro­mi­nen­ter Un­ter­stüt­zung kön­nen wir noch mehr Men­schen er­rei­chen.“

Hin­ter­grün­de zum Deut­schen Le­se­preis

Le­se­kom­pe­tenz ist die ent­schei­den­de Grund­la­ge für den Bil­dungs­er­folg und den wei­te­ren Le­bens­weg von Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Al­ler­dings zei­gen PISA-, IGLU- und die Vor­le­se­stu­di­en der Stif­tung Le­sen so­wie OECD-Be­rich­te für die Le­se­kom­pe­tenz von Kin­dern in Deutsch­land seit Jah­ren gro­ße De­fi­zi­te auf: Rund 3 Mil­lio­nen Kin­der und Ju­gend­li­che sind lesebe­nach­tei­ligt, da ih­nen kaum oder we­nig vor­ge­le­sen wird und sie in der Fol­ge nur über ei­ne (sehr) schwa­che Le­se­kom­pe­tenz ver­fü­gen. Dar­über hin­aus sind rund 7,5 Mil­lio­nen Er­wach­se­ne hier­zu­lan­de laut LEO-Stu­die 2011 funk­tio­na­le An­alpha­be­ten. Für ei­ne funk­tio­nie­ren­de Ge­sell­schaft be­darf es je­doch der Le­se­kom­pe­tenz all ih­rer Mit­glie­der. Da­her ist Le­se­för­de­rung un­ab­ding­bar: über­re­gio­nal eben­so wie vor Ort. Flä­chen­de­ckend lässt sich dies je­doch nur mit ei­nem brei­ten ge­sell­schaft­li­chen und in­di­vi­du­el­len En­ga­ge­ment um­set­zen.

(Text: Stif­tung­Le­sen)